Cumhuriyet & Facebook – Was zu löschen ist

Anmerkungen zu zwei Preisen des Netzwerk Recherche Im Rahmen seiner Jahrestagung 2016 hat der Verein “Netzwerk Recherche” (nr) wieder zwei Preise verliehen: den positiven “Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen” und den Negativpreis “verschlossene Auster“. Zu beiden kann man Medienkritisches anmerken.

IQ schwer verkäuflich

Journalismus kann ein netter Service sein. Wenn er etwa eine Tagung zusammenfasst, alles Blabla der Talkrunden und Panels ausblendet, mit den wichtigsten O-Tönen als Video für den realistischen (Sympathie-)Eindruck. Warten wir also gespannt, was Journalisten von der Tagung der “Initiative Qualität im Journalismus” (IQ) berichten werden, die am 12. Oktober 2015 im Berliner Funkhaus des…

Buchkultur

Interessanter Tonfall beim großen Barsortiment KNV: was wir mal bestellt haben, interessiert uns nicht mehr, wenn ihr es uns nicht auf eigene Kosten hinterhertragt…

Ins Leere gelinkt – 5 Jahre Drei-Stufen-Test

Vor fünf Jahren wurden mit den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag (RÄStV) die Online-Aktivitäten von ARD und ZDF deutlich begrenzt. Unzählige Angeboten wurden aus dem Netz genommen, neue oder veränderte müssen einen sogenannten Drei-Stufen-Test durchlaufen. Wie erfolgreich ist dieses deutsche Modell? Timo Rieg ist verschiedenen Links gefolgt.

Eppendorfer Mindestlohn

Mit dem geplanten Gesetz wird ja gerade keine “angemessene” Vergütung festgelegt, sondern eine Vergütungspflicht mit Untergrenze. Was ist angemessen? Für unser Journalistenbüro, das über viele Jahr Studierenden Praktika von meist zwei Monaten Dauer angeboten hat, ergäben sich reine Lohnkosten von 2720 EUR.

Krautreporter

Sie schaffen es ja jetzt wohl (doch), die “Krautreporter”. Aber eine der Fragen, die man da stellen muss: Warum ist es so knapp? Sie wollten nur 15.000 Abonnenten, und sie wurden von einer unglaublichen Medienaufmerksamkeit unterstützt. Beschallung, Bedruckung und Verbytung auf allen Kanälen quasi – und dann nur 15.000 Menschen, die es interessiert? Was sagt…

Online-Abos für Kleinmagazine

Krautreporter: Der Ansatz ist überraschend wenig originell. Journalisten und Autoren wollen sich von Lesern per Abo bezahlen lassen – und deshalb auf Werbung und Verlag etc. verzichten. Dazu gab es nun schon zig Versuche, sprich vor allem: Bezahlmodelle. Im Kern unterscheidet sich das Projekt gar nicht von dem, was Verlage machen: Sie sammeln Content-Lieferanten in…

Lesehinweis

Über den Verkauf von kostenlos erhaltenen Rezensionosexemplaren durch Redakteure: Journalismus bei der Tafel (von Timo Rieg)

Leistungsschutzrecht: “Kampagneros hatten die Oberhand”

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger kommt nun also doch, der Bundesrat hat es heute durchgewunken. Im “journalist” April 2013 gibt es dazu eine Schnipsel-Sammlung an Fakten, Meinungen und letzten offenen Fragen. Dabei auch ein Kurzporträt eines der wichtigsten Aktivisten für ein LSR, Christoph Keese vom Axel-Springer-Verlag. Hier das vollständige Kurzinterview, das Timo Rieg mit ihm geführt…

Medienpolitik der Länder ohne jede Idee

Der Seidl hätte es bringen können. Große Bühne – die größte in diesem Konferenzzentrum, und das mitten im gegnerischen Feld. Die Programmankündigung lässt großes ahnen: Seidl will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen. Der Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung wird sich ganz weit aus dem Fenster hängen, und sein Kontrahent, Duzfreund Jakob Augstein, wird lachen und weinen…