Deutschland droht Arbeitsverbot – erste Nachrichtenredaktion bereits tot

Mit der Sommerhitze nimmt Deutschlands Verblödung die alljährlichen Katastrophenausmaße an. Insbesondere der zeitweise Totalausfall von Nachrichtenredaktionen setzt die Bürger einer grenzwertigen Belastung durch Agentur- und PR-Quatsch aus.
Gleich zu mehreren Hirnschlägen soll es heute morgen gekommen sein, als ahnungslose Büroarbeiter beim Kaffee-Surfen auf die Forderung stießen, künftig für die Sommermonate von 12 bis 16 Uhr Siesta einzuführen. Entsprechende Forderungen hatte unter anderem der leider ganzjährig siestafreie Ex-Irgendwas Klaus-Uwe Benneter aus seinem sommerfrischen Astronautenanzug mit Schlips geschwitzt. Benneter:

Auch wir in Mitteleuropa müssen uns langfristig auf ein Klima wie in Südeuropa einstellen.

Angesichts der Politik von Benneter und Freunden müssen wir uns sogar auf eine Landschaft wie im Negev einstellen, was eine gesetzgeberische Herausforderung nicht nur für den Arbeitnehmerschutz ist, sondern auch für LKW-Maut, den Nationalpark Wattenmeer und die Erschließung von Toilettenhäuschen. Aber dazu hat Philipp Wittrock leider nicht recherchiert. Wahrscheinlich war er bereits in der Siesta-Probe.

20 Antworten zu “Deutschland droht Arbeitsverbot – erste Nachrichtenredaktion bereits tot”

  1. Hmmm. Hm? Wo genau ist die Spiegelkritik? Was genau ist die Fehlinformation? Warum wurde der andere Urheber der Idee nicht genannt (“Der ehemalige SPD-Generalsekretär Benneter und Grünen-Fraktionsvize Ströbele fordern die Einführung einer langen Mittagspause. “)? Was soll uns das Ganze sagen?
    Ich betone nochmals: Hm?

  2. Ich finde diesen Spiegelkriitk-Eintrag ehrlich gesagt ziemlich hart.
    Was bitte hat ein (offen gesagt nicht allzu wertvoller) Bericht eines SPON-Redakteurs mit einem Totalausfall von Nachrichtenredaktionen zu tun (diese Linkbeschreibung führt ja zu dem SPON-Beitrag)?
    Arbeitsverbot, Redaktionssterben? Hallo?
    Katastrophale Ausmaße erreicht das Ganze nun auch nicht.
    Der Ton dieses Eintrags passt nun absolut nicht.
    Noch dazu wird das Benneter-Zitat so prominent herausgestellt, dass man meinen könnte, es würde irgendwas daran nicht stimmen. Wo bitte sind dann eure Gegenbeweise?

  3. Als herzliche Einladung den Kritikern, die hier das Bemühen von Journalistik-Studenten sehen: Vorausgesetz, bei dem Beitrag “Politiker fordern Siesta bei Sommerhitz” handelt es sich um Journalismus, gehört zu den Qualitätskriterien nicht nur die “Richtigkeit”, sondern auch sonne Dinge wie “Relevanz”, “Vollständigkeit”, “Kontinuität”, “Vollständigkeit” u.v.m.
    Weil ein MdB etwas sagt, ist es noch lange kein Thema, auch nicht, weil er es via Bild sagt – das wäre eine sehr merkwürdige und selbstreferentielle Begründung.
    Es geht also darum, was thematisiert wird und – noch relevanter, aber schwerer zu fassen – was nicht.
    Was Härte und Ton unseres Beitrags betrifft: es handelt sich dabei nicht um eine “Meldung” (in alten Lehrbüchern verwirrend “Nachricht” genannt).

  4. Hmmmm. Also zum Kommentar vom Helgoländer Vorboten kann ich eigentlich schon wieder nur fragen: Hm?
    Wo ist der Bezug zu der Spiegelkritikkritik? Es ist ja interessant, was alles zu einer Meldung gehört, aber was genau hat das mit den hier geäußerten Anmerkungen zu tun? Und mich interessiert nach wie vor, warum der – ebenso beteiligte – grüne Politiker hier nicht erwähnt wird, sondern lediglich Herr Benneter beleidigt wird. Im Übrigen mag ich Ströbele auch lieber, allerdings erscheint mir das als ein unwürdiges Argument, wenn sich jemand auf die Fahne schreibt, Objektivität dort zu suchen, wo angeblich keine ist.

  5. und ihr bei der grünen jugend entscheidet, was relevanz hat und was nicht. hahahaha. diese sommerlochthemen (gerne auch krokodil im rhein oder problembär) sind doch ein ganz alter hut. und eben überall verbreitet. außerdem zeigt schon die einleitung des artikels, das SPON das thema selbst nicht ganz ernst nimmt.

    und wirklich schade ist, dass ihr dirty old ströbele einfach so “vergessen” habt. war der nicht dauernörgelirgendwas.

    gebt das hanf frei!

    euer

    hanf sallada

  6. @ Hans: Es geht um das “Thema” und seine Darstellung, nicht darum, wer dann alles aus dem Busch kommt oder gezogen wird, um sich dazu zu äußern. Vorlage für den SpOn Beitrag war ein Benneter-Interview in BILD. Ströbele haben wir nicht “vergessen”, er spielt hier einfach keine Rolle, wer alle Nasen zum Thema haben will, newsgoogle “siesta”. Wem hier Hofierung von Hans-Christian fehlt, google “Vorbote Ströbele” (aber nicht in Anführungszeichen natürlich).
    Und bitte, Hans: Benneter wird doch hier nicht beleidigt, sowas ist in Deutschland immerhin eine Straftat.
    Es erwartet aber auch niemand, dass dir jeder der Kurz-Kommentare hier gefällt. Es sind kleine Schlaglichter, nicht mehr, nicht weniger.

  7. @ Vorbote: Jawoll. Habe ich verstanden. Das Problem, was ich mit diesem Schlaglicht habe, ist das folgende:
    Ich weiß nicht, was das mit Spiegelkritik zu tun hat. Es gab diese Äußerung seitens Benneter. Jede verdammte Zeitung Deutschlands hat in der einen oder anderen Weise darüber berichtet. Der Inhalt mag in der Tat ausgesprochen zweifelhaft sein. Und an anderer Stelle (z.B. hier: http://www.satire-zeitung.de/1629.html) gehört dieses äh Schlaglicht auch hin.
    Aber ich frage nochmals: wo in aller Welt ist die Spiegelkritik? War der Artikel sachlich falsch? Hat SpOn schlechte Arbeit geleistet? War die Arbeit schlechter als die anderer Zeitungen/Nachrichtenquellen zum gleichen Thema? Ich verstehe es schlicht nicht.
    Was Ströbele angeht: ich hätte es lediglich an dieser Stelle sinnvoll gefunden, seinen Namen zu erwähnen. Das würde einfach meiner Auffassung von gutem Stil entsprechen, da diese Seite angeblich (wird zumindest von mehreren Kommentatoren so propagiert) den Grünen nahesteht. Wie Du bereits sagtest: zu einer Meldung/Nachricht/einem Schlaglicht gehört auch “Vollständigkeit”, “Kontinuität” und für mein Gefühl auch “Seriosität”, die gerne zur Schau gestellt werden darf. Ich mag guten Stil.
    Satire ist eine feine Sache und – wie gesagt – an anderer Stelle ist dieses Schlaglicht auch nicht schlecht. Aber diese Seite ist dafür einfach nicht geeignet. Hier soll es ja um Fehler jeglicher Art im Spiegel gehen und mit der Veröffentlichung solcher Meldungen hier könnte man sehr schnell den Eindruck gewinnen, dass der Spiegel hier einfach nur gehasst und angefeindet wird. Es gibt wahrlich zahlreiche echte Kritikansatzpunkte des Spiegels. Aber wenn Ihr auch solche Artikel wie diesen hier veröffentlicht, wird sie keiner mehr finden bzw. ernst nehmen.
    Das ist mein persönlicher Eindruck und ich mag mich irren. Kann mich da jemand aufklären?

  8. ströbele spielt keine rolle? immerhin wird er in de artikel zitiert als unterstützer einer siesta. und es ist doch auffällig, dass ein spd-politiker hier wegen diesem thema durch den kakao gezogen wird, der ströbele aber irgendwie übersehen wird. denn: im dem artikel den ihr hier kritisiert spielt ströbele eben doch eine ganz zentrale rolle.

    benneter wird hier lächerlich gemacht. ist auch ne art beleidigung oder zumindest ausdruck von keiner wertschätzung.

    und mal bitte: was ist an der darstellung dieses themas falsch? immerhin haben 2 oder sogar mehrere politiker die wohl zum teil sogar i9m bundestag sitzen diese siesta aufs politische parkett gebracht.

    oder denkt ihr gar zwischen den zeiel, dass “dirty old ströbele” nicht mehr ganz dicht ist. denn scheinbar erzählt er ja nur unsinn. und die doofen leute von spon machen aus dem unsinn noch ne meldung.

  9. HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA:

    zitat spiegelkritik die hehren herrscher über sauberen journalismus:

    einleitung des themas:

    “Mit der Sommerhitze nimmt Deutschlands Verblödung die alljährlichen Katastrophenausmaße an. Insbesondere der zeitweise Totalausfall von Nachrichtenredaktionen setzt die Bürger einer grenzwertigen Belastung durch Agentur- und PR-Quatsch aus.”

    zitat satire-zeitung als einleitung des themas:

    “Mit der Sommerhitze nimmt Deutschlands Verblödung die alljährlichen Katastrophenausmaße an. Insbesondere der zeitweise Totalausfall von Nachrichtenredaktionen setzt die Bürger einer grenzwertigen Belastung durch Agentur- und PR-Quatsch aus.”

    HAHAHAHAHAHAHAHA.

    zumindest habt ihr hier bessere copy&paste fähigkeiten. hahahaahahaha. ay, wenn ihr schon zitiert, dann sollte man das doch kennzeichnen. oder?

    HAHAHAHAHAAH

  10. Das ist ja geil, ihr habt ja alles aus dem artikel der satire-zeitung geklaut. leute: und ihr stellt euch hier hin und wollte spon kritisieren?

    zum totlachen!

  11. @ Siegstyle:
    Wenn ich das richtig sehe, ist der Artikel im Vorboten vom Vorboten. Ähm. Also er hat es lediglich an 2 Stellen veröffentlicht (wobei ich diese Stelle hier dafür nach wie vor zweifelhaft finde).
    Hast Du eigentlich meine Kommentare gelesen (interessehalber)?

  12. ach so. das ist doppelposten. aber was in der satirezeitung vielleicht noch ok ist (aber warum wird da dirty old ströble nicht auch durch den kakao gezogen?) ist hier eben daneben.

    wie gesagt: das sind sommerlochthemen, wie sie jedes jahr aufs neue hochkommen. ich kann bei der berichterstattung des spiegels nicht erkennen, was daran formal falsch ist.

    und wie hans schon sagte: inhaltlich haben viele off- und online publikationen dieses sommerlochthema aufgegriffen. der spiegel zeichnete sich doch nicht dadurch negativ aus, das er es überhöhte oder aufbauschte.

  13. @ Hans: Wir können das hier nicht weiter ausbreiten, die Ansätze sind einfach verschieden. Eines der Stichworte heißt “Agenda setting” und füllt Regalmeter und Kongressjahre.
    Für die Themenauswahl ist jede Redaktion selbst verantwortlich – sonst bräuchte es sie ja auch nicht (so wie viele Online-Angebote von Tageszeitungen z.B. automatisch von dpa gespeist werden, ohne eigene Auswahl, Bearbeitung etc.).
    Und sicherlich kommt gerade den Online-Medien eine besondere Funktion bei der Themensetzung zu.
    Bleibt noch die Frage, warum alle “seriösen Medien” BILD verachten, aber dankbar jedes Dussel-Thema von dort aufnehmen.

    Und bitte kolportiere doch nicht den Grünen(jugend)-Quatsch. Wir vom Helgoländer Vorboten sind unabhängige Journalisten, die als ein kleines Projekt eben den HV machen und darüber auch hier bei SpKr ein wenig mitwirken.
    Und damit zu anderen Themen.

  14. eben nicht. ihr/du habt hier doch “agenda-setting” betrieben, indem ihr spon für eine ganz normale berichterstattung verurteilt.

    und es zeigt eben nur eure eigene hochgradige borniertheit, dass ihr eine diskussion zu diesem thema mit den worten:

    “Und damit zu anderen Themen.”

    wer austeilt, sollte zumindest in ansätzen in der lage sein auch mal einstecken zu können. aber leider trifft man hier nur auf geballtes mimosentum. fragen werden einfach ignoriert. was ist denn jetzt mit dirty old ströbele? wenn ihr so “unabhängig” seid (mal ne frage: welche satire-zeitung ist “unabhängig”) warum seid ihr dann nicht so frei auch mr. ströbele durch den kakao zu ziehen.

    euer

    pat benneter

  15. was ich sagen wollte:

    und es zeigt eben nur eure eigene hochgradige borniertheit, dass ihr eine diskussion zu diesem thema mit den worten abwürgt:

    “Und damit zu anderen Themen.”

  16. Von dem ganzen Ströbele-Kram mal unabhängig: da gebe ich Siegstyle recht. Die Diskussion so zu beenden ist nicht sonderlich schön. Zumal ich in keiner Weise ausfallend wurde sondern lediglich um Aufklärung bat, da ich den Inhalt nicht verstanden hatte (und habe).
    Sinngemäß habe ich Deine Antworten nun folgendermaßen verstanden:
    “Das verstehst Du nicht, da Du keine Ahnung von Journalismus hast. Nimm es einfach, wie es ist – wir Experten wissen schon, was wir tun. Und nun kümmere ich mich um Wichtigeres als ahnungslose Leute, die nichtmal Journalistik studiert haben.”
    Und: Das stimmt. Ich habe in der Tat keine Ahnung von Journalismus. Daher bat ich ja um Antworten.

  17. Hallo Hans,
    es ist einfach nicht beabsichtigt, hier jedes Thema zu diskutieren. Wir betreiben hier ein Special-Interest-Medienmagazin, also etwas mit ganz engem Fokus. Keine Redaktion mag und kann jeden Beitrag mit beliebig vielen Leuten diskutieren. Aber natürlich sollten wir uns bemühen, interessante Fragen zu klären, darum diese Antworten hier.
    Deine Zusammenfassung trifft es so nicht ganz, jedenfalls vom Tonfall her. Es geht nur einfach darum, dass hier der ein oder andere Beitrag womöglich für ein Fachpublikum geschrieben ist. Nur weil es eine Kommentarfunktion gibt kann das nicht bedeuten, dass die Autoren von Beiträgen zu jeder Kommentierung Stellung nehmen. Nur weil man an jedes Medium einen Leser-, Hörer- oder Zuschauerbrief schreiben kann, wird auch nicht gleich eine lange Korrespondenz ausgelöst. Das hat doch nichts mit Arroganz zu tun, es geht um Ökonomie.
    Die Möglichkeit, hier alles zu kommentieren, ist doch schon ein Korrektivangebot gegenüber den meisten Online-Magazinen, oder?
    Alles Gute, schönes Wochenende.

  18. bleibt aber immer noch die frage warum dirty old ströbele nicht durch den kakao gezogen wird.

    auf einem auge blind? hahahahaha

    so sieht “unabhängige” journalismuskritik aus…oder?

  19. apropos: welches fachpublium? etwa grüne studenten der soziologie…hahahahaahahahahahaahahahhahaahhahaa

  20. Okay. Mit dem Diskutieren jedes Themas hast Du sicher recht. Aber eben wegen des engen Fokus’ wunderte mich der Artikel, da ich dort keine gerechtfertigte Kritik am Spiegel finden konnte. Etwas entspannter würde ich da auch rangehen, wenn Du statt – mit Verlaub – etwas nichtssagenden Antworten einfach nur die Frage beantwortet hättest. Dann wären wir mit dem Thema längst durch.
    Gar keine Antworten statt jene dort oben hätten mir als Leser deutlich mehr gebracht. Also wenn Du antwortest, dann wäre es fein, wenn es kontextorientiert wäre. Besser noch: macht es wie BILDblog und sperrt das Forum. In Eurem Fall seid Ihr dann alle lästigen Fragen vom Pöbel (und den lesenden Pöbel selbst) los.
    Das Problem, das ich jedoch bei dieser Vorgehensweise sehe, ist dass Ihr noch recht neu seid und Euch zunächst mal einen Ruf erwerben müsst, der weitere Besuche rechtfertigt. Reputation. Wenn Du meine recht einfache Frage einfach beantwortet hättest, wäre ich zufrieden gewesen und hätte weitergelesen. Hättest Du nicht geantwortet, hätte ich angenommen, es liegt an meiner begrenzten Hirnkapazität und hätte ebenso bei Euch weitergelesen, um zu sehen, ob Ihr mich doch noch inhaltlich überzeugen könnt.
    Aber als Antwort eine Reihe von Buzzwords vor die Füße geballert zu bekommen, mit der vagen Andeutung, dass ich nicht alles berücksichtigt hätte und es da noch 634827364823 Dinge gäbe, die ich ohnehin nicht verstünde, war dann doch eher abschreckend.
    Mein Tipp: Wenn Ihr Euch einen guten Ruf erarbeiten wollt, reagiert etwas anders auf (nicht-trollende) Leser. Wenn Ihr etwas riskieren wollt und meint, dass Ihr bereits einen hinreichend guten Ruf besitzt, dann schließt das Forum ganz.

    Dennoch schönes Wochenende
    Hans

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