Spiegel Online erwartet mehr Werbeeinnahmen als Manager Magazin

Spiegel Online will in diesem Jahr seine Werbe-Erlöse um rund 50 Prozent auf rund 15 Millionen Euro steigern. „In diesem Jahr werden wir mit unseren Werbeeinnahmen das Manager-Magazin überholen“, zitiert das Handelsblatt den Spiegel-Online-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron. Der Online-Ableger des Wochenmagazins sei wirtschaftlich “höchst erfolgreich” und wachse weiter aus eigener Kraft. Spiegel Online gehört, genau wie das Manager Magazin, zur Spiegel-Gruppe.

Im vergangenen Jahr erzielte Spiegel Online erstmals mehr als zehn Millionen Euro Umsatz bei einem Gewinn von rund einer Million Euro, was einen Ausbau der Redaktion zur Folge hatte. Auch wenn Müller von Blumencron gegenüber dem Handelsblatt keine Prognose dafür abgeben wollte, wie hoch der Gewinn in diesem Jahr ausfallen soll, so sagte er doch: „Unser Ziel ist es nicht, unseren Gesellschaftern einen möglichst hohen Gewinn auszuschütten.“

Spiegel Online wird betrieben von der SPIEGEL ONLINE GmbH, deren Aufgabe ist laut Satzung die “Veranstaltung eines digitalen, multimedialen journalistischen Angebots unter Verwendung des Markenbestandteils ‘SPIEGEL’ und dessen Verbreitung online, offline und auf allen sonstigen technischen Wegen, mit Ausnahme des herkömmlichen Print-Presse-Vertriebs, sowie dessen Vermarktung”. Die SPIEGEL ONLINE GmbH gehört zur SPIEGELnet GmbH, in der die Online-Aktivitäten des Spiegel gebündelt sind. Neben der SPIEGEL ONLINE GmbH sind dies die Quality Channel GmbH (Vermittler von Online-Werbung, auch auf den Webseiten von anderen Medienunternehmen) und die manager magazin Online GmbH. Lange gehörte auch die portal100 GmbH zur SPIEGELnet-Holding, die unter anderem Inhalte produzieren sollte, die dann von anderen Seiten (etwa Online-Providern) gegen Bezahlung auf deren Webseiten hätten veröffentlicht werden sollen. Im April 2001 wurde das Projekt eingestellt. Die GmbH jedoch blieb formal erhalten, wurde am 3. Januar 2006 in QS Quality Service GmbH umbenannt und soll nun in das Telefonmarketing-Geschäft einsteigen.

Ursprünglich wollte der Spiegel sein Online-Geschäft an die Börse bringen. Nach dem Platzen der New-Economy-Blase begrub der Spiegel diese Pläne und so entstand im Juli 2003 die SPIEGELnet GmbH – vorher hatte die Gesellschaft die Rechtsform einer AG gehabt.

4 Antworten zu “Spiegel Online erwartet mehr Werbeeinnahmen als Manager Magazin”

  1. also man kann dem spiegel nur gratulieren – immerhin zeigt und das beispiel dass man nciht nur mit klingeltönen geld verdienen kann, sondern auch mit qualität.

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