Korinthe (8): Glaubwürdigkeit eingebüßt

Familie Kluth hat Geld mit Telekom-Aktien verloren, Michael Kröger hat mit ihnen gesprochen und gibt den Fall auf Spiegel Online als Einstieg zu seinem Artikel über die Geschichte der T-Aktie und die Geldgier von Anlegern wieder:

Angespornt durch die Berichte in den Zeitungen und die üppigen Kursgewinne an der Börse hatte Kluth seinen Vater damals überredet, die T-Aktie zu zeichnen – das war im Juni 2000 als die Telekom die dritte Tranche zum Preis von 66,50 Euro aufs Parkett brachte. Die beiden sammelten ihre Ersparnisse und kauften 60 Stück. […] Inzwischen hat sich der Kurs wieder ein wenig erholt, doch vom Gesamtwert des Kluth’schen Pakets von knapp 3600 Euro ist dennoch nicht mehr viel übrig

Seitdem hat Hubertus Kluth “in der Familie einen Teil seiner Glaubwürdigkeit als Experte eingebüßt”, schreibt Michael Kröger, und der kennt sich mit sowas aus. Schließlich haben 60 Aktien, gekauft bei einem Kurs von 66,50, keinen Gesamtwert von knapp 3600 Euro, sondern von knapp 4000 Euro. Ein einfacher Griff zum Taschenrechner hätte hier schon dafür gesorgt, dass zumindest Krögers Glaubwürdigkeit als Wirtschaftsjournalist keinen Schaden genommen hätte. Chance vertan.

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