Spiegel-Online vermasselt Nachricht

Manchmal wäre es doch hilfreich, wenn Journalisten ihre Sprache beherrschten. Nicht doll, aber so, dass man sich im Alltag verständigen kann, mit Lesen und Schreiben und ggf. auch etwas Reden.
Spiegel-Online schreibt über eine “geheime Militäroperation” der USA im Frühling 2005. Einen “Einsatz”, eine “umfangreiche Operation”. Aber dieses geheime Ereignis, das möglicherweise ein Angriff mit mehreren hundert Soldaten auf eine Bergregion in Pakistan gewesen wäre, fand nicht statt. Einen Begriff zu finden für das, was nicht stattfand, könnte uns Lesern helfen, das Bedauern von Spiegel-Online einzuordnen. Aber Redakteurin Susanne Amann schwurbelt lieber, und um uns nicht mit zu vielen Details aus dem Originalartikel der NYT zu behelligen, fasst sie die Meldung denn auch unter die völlig irrige Überschrift “Rumsfeld vermasselt Schlag gegen al-Qaida”.
spon-rumsfeld-angriff.jpg

Ist aber auch wirklich zu dumm, wenn ein zuständiger Minister einen Angriff eine Operation (man wollte ja versuchen, Gefangene zu machen, das ist Soldatenehre) untersagt. Das Original allerdings hält Rumsfeld nicht für gar so plemplem: “U.S. Aborted Raid on Qaeda Chiefs in Pakistan in ’05”.

1 Antwort zu “Spiegel-Online vermasselt Nachricht”

  1. Hab mich auch schon darüber geärgert:
    http://napauleon.typepad.com/nobloodforsauerkraut/2007/07/neues-aus-der-h.html

    Das Problem mit dem SPIEGEL ist, daß dessen Redakteure – vermutlich als Folge ihrer politischen Ausrichtung – von militärischen Dingen in der Regel nicht die Spur einer Ahnung haben, aber meinen, sich trotzdem bevorzugt gerade zu solchen Themen äußern zu müssen.

    Kommen dann noch die Ressentiments hinzu, die automatisch bei Schlüsselworten wie “Bush” oder “Rumsfeld” ausgestoßen werden, geht das dann meistens ganz schnell in die Hose.

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