Leserverarschung, liebe FAZ,

ist das, was Sie hier anbieten. Es ist weder old-school Leserbeteiligung noch Web 2.0 – weil die hier Angesprochenen zurecht verlangen werden, dass Sie ihnen einfach in der Vergangenheit mal zugehört hätten.

Atomenergie ist nie demokratisch mehrheitsfähig gewesen. Und sie war auch nach Minimalstandards der “Generationengerechtigkeit” nie politisch verantwortbar, weil eine heutige Nutzung – auch ohne Katastrophe – hunderte von Folgegenerationen belastet (Stichwort: “Atommüll”).

Wenn man das journalistisch korrekt darstellt, braucht es keinerlei Gesinnung, um das Verhalten des Parlaments (nicht der Regierung!) für – wie sagen wir es in dieser Bananenrepublik straffrei? – undemokratisch zu halten.

3 Antworten zu “Leserverarschung, liebe FAZ,”

  1. “Atomenergie ist nie demokratisch mehrheitsfähig gewesen.”
    und deshalb wurden auch nie regierungen gewählt die dafür waren, klarer fall.

    und ihr regt euch über die tendenziöse FAZ auf?

  2. @snotty: Es hat sich niemand über die “tendenziöse FAZ” aufgeregt, sondern über ihre alberne Umfrage.
    Dass Regierungen gewählt wurden die für Atomenergie waren, ist höchstens halb richtig – gewählt werden bekanntlich Parteien und Direktkandidaten, was immer das dann an Regierung gibt. Und diese Kandidaten und Parteien treten halt mit einem bunten Portfolio an Themen an. Es ist ja gerade nicht möglich mit Wahlen eine Sachentscheidung als Bürger zu treffen. Man kann nur eine Richtung präferieren und hoffen, dass es unterm Strich mehr nützt als schadet. Dass selbst diese Rechnung oft nicht aufgeht, sollte bekannt sein. Eines der bekannten schön eingägigen Beispiele: Mehrwehrtsteuererhöhung. Die Union war für 2 Prozentpunkte, die SPD komplett dagegen. Was hat die große Koalition aus SPD und Union gemacht? 3 Prozentpunkte Erhöhung. Wie das Wähler gewählt haben sollen erklär uns mal einer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.