In einem aktuellen Kapitel zu „Journalismus und Qualität“ wird auf Seite 398 des Nomos-Handbuchs „Journalismusforschung“* ein Befund der auch von mir mehrfach zitierte Studie „Einseitig, unkritisch, regierungsnah?“ wie folgt wiedergegeben:
>In der Corona-Berichterstattung war Kritik an der Regierung und den Infektionsschutzmaßnahmen durchgehend vorhanden, die Bewertung der Maßnahmen als zu weitgehend nahm immer rund ein Drittel der Gesamtberichterstattung ein (vgl. Maurer et al. 2021b)<<
Daran ist so ziemlich alles falsch: das „Drittel“, die „Gesamtberichterstattung“ und „immer“. Wie im Journalismus selbst sind ungenaue Quellenangaben (hier: keine Seitenangaben) immer ein Indiz für „Unkorrektheiten“, für Kolportagen aus der Erinnerung. Weiterlesen




